Das Forschungsprojekt widmet sich der Geschichte der radikalen Rechten in beiden Teilen Deutschlands in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, deren Entwicklung umfassend und archivgestützt, auch auf Grundlage bisher nicht erschlossener Quellen, zeithistorisch kontextualisiert zu analysieren.

Im Mittelpunkt steht dabei die übergeordnete Leitfrage, durch welche sozialen Praktiken sich der generationelle Wandel der radikalen Rechten in Deutschland vollzog – von den im Nationalsozialismus sozialisierten Akteurinnen und Akteuren hin zu den in der Demokratie und der SED-Diktatur aufgewachsenen Kohorten, die seit den 1970er-Jahren tonangebend wurden.

Dieser Wandel wird in verschiedene Teilprojekten mit gesellschaftsgeschichtlichen Zugängen und akteursorientierten Perspektiven untersucht. In den Blick genommen werden ideologische und organisatorische Formationen, kulturelle und lebensweltliche Praktiken, nicht zuletzt auch Gewaltformen der radikalen Rechten sowie deren Beziehungen zu Staat und Gesellschaft.

Das Forschungsvorhaben wird durch die VolkswagenStiftung finanziert; die Hans-Böckler-Stiftung unterstützt ergänzend drei Dissertationsvorhaben.


Ein Kooperationsprojekt von ZZF und MMZ, gefördert von der VolkswagenStiftung.