Eric Angermann

Eric Angermann ist seit Januar 2022 assoziierter Doktorand im Projekt „Die Radikale Rechte in Deutschland, 1945–2000“. Sein Dissertationsprojekt Neonazismus in Bewegung. Entstehung, Vernetzung und lokale Verankerung in Ost- und Westdeutschland (1983–1992)“ wird an der Georg-August-Universität Göttingen von Prof. Petra Terhoeven erstbetreut und von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert. Die Dissertation wurde im Februar 2026 eingereicht.

Vita

Seit 1/2026
Freiberuflicher Historiker und Politischer Bildner

Seit 3/2021-12/2025
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für politische Bildung der Universität Potsdam beim Modellprojekt „Starke Lehrer*innen – starke Schüler*innen“ in Brandenburg

2018–2021
freiberufliche Tätigkeit in der politischen und historischen Bildungsarbeit (Schwerpunkte: Anti-Diskriminierungsarbeit, Demokratie- und Revolutionsgeschichte, die extreme Rechte)

2014–2018
Studium der Transkontinentalen Europäischen Geschichte der Moderne an der Georg-August-Universität Göttingen als Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung; Thema der Masterarbeit: „Ihr gehört auch zur Avantgarde“. Afrikanische Gewerkschafter an der FDGB-Hochschule Fritz Heckert (1961–1963).
(Abschluss: Master of Arts)

2009–2014
Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen (Abschluss: Bachelor of Arts)

Publikationen

Geschichte der extremen Rechten

Nationalismus als Antriebskraft. Rechte Milieubildung und neonazistische Organisierung nach dem Mauerfall am Beispiel Cottbus (1989–1991), in: Frank Bösch/Gideon Botsch (Hg.), Lebenswelten der radikalen Rechten in der Bonner Republik, Göttingen: Wallstein, 2026, S. 282–303.

Deutsch-deutsche Kontakte vor 1989/90: Die Nationalistische Front und ihre Vernetzung in die DDR, in: Die radikale Rechte in Deutschland 1945-2000. Eine kommentierte Online-Quellensammlung, 03.03.2026.

Hans-Michael Fiedler (1943–2019). Bildungsarbeit für die extreme Rechte, in: Gideon Botsch/Christoph Kopke/Karsten Wilke (Hg.), Rechtsextrem: Biografien nach 1945, Berlin/Boston: De Gruyter, 2023, S. 119-132.

Thomas Brehl (1957–2010). Der Stellvertreter, in: Gideon Botsch/Christoph Kopke/Karsten Wilke (Hg.), Rechtsextrem: Biografien nach 1945, Berlin/Boston: De Gruyter, 2023, S. 97-118.

»Tritt­– oder du wirst getreten«. Die Gewaltpraxis der ersten rechten Skinheads in Cottbus 1986 bis 1989, in: Gideon Botsch/Gesa Köbberling/Christoph Schulze (Hg.), Rechte Gewalt. Aktuelle Analysen und zeithistorische Perspektiven auf das Land Brandenburg (Potsdamer Beiträge zur Antisemitismus- und Rechtsextremismusforschung; 3), Berlin: Metropol, 2023, S. 192–222.

Peter Dudek und Michael Kühnen – ein Briefwechsel. Neonazistische Egodokumente als damalige und heutige Forschungsgrundlage, in: Wolfgang Braungart/Gabriele Guerra/Justus H. Ulbricht (Hg.), Jugend ohne Sinn? Eine Spurensuche zu Sinnfragen der jungen Generation 1945–1949 (Jugendbewegung und Jugendkulturen – Jahrbuch; 17), Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2022, S. 361–366.

Tagungsbericht: Deutscher Herbst 1991. Das vereinigte Deutschland, der 3. Oktober 1991 und die Herausforderung rechter Gewalt, 1./2.10.2021 Halle (Saale), H-Soz-Kult, 14.02.2022.

Der Beginn des organisierten Neonazismus in Brandenburg. Die Aktivitäten neonazistischer Kleinparteien in den 1990er Jahren, in: Gideon Botsch/Christoph Schulze (Hg.), Rechtsparteien in Brandenburg. Zwischen Wahlalternative und Neonazismus 1990–2020, Berlin: BeBra 2021, S. 75–98.

Antidemokratische Tendenzen an Schulen

Herausgeberschaft

(mit Udo Dannemann, Rico Behrens, Stefan Breuer) Antidemokratischen Positionen und Einstellungen im Raum Schule begegnen – Ein Handbuch, Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 2026.

Aufsätze

(mit Udo Dannemann) Antidemokratische Positionen und Einstellungen im Schulalltag. Erkenntnisse aus dem Brandenburger Modellprojekt „Starke Lehrer:innen – starke Schüler:innen“, in: Pädagogik 72 (2026), H. 2, S. 20–24.

(mit Udo Dannemann) Konzept V4: Verbreitern, vertiefen, verstetigen, vernetzen. Antidemokratischen Tendenzen bedarfsorientiert, langfristig, nachhaltig und kritisch an Schulen begegnen, in: Wochenschau 76 (2025), H. 25s, S. 28–33.

(mit Udo Dannemann, Jörg Schäfer) „Starke Lehrer – starke Schüler“ in Brandenburg: ein Programm zur Stärkung der Demokratiebildung an Schulen, in: Die Deutsche Schule (DDS). Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Bildungspolitik und pädagogische Praxis 117 (2025), H. 1+2, S. 137–142.

(mit Francesca Barp und Udo Dannemann), (Hetero-)Sexismus an Oberstufenzentren? Eine Frage der Wahrnehmung!, in: Theresa Bechtel/Luisa Girnus/Julia Grün-Neuhof/Felix Prehm/Jonathan Vogt (Hg.), Why focus on gender? Gender und intersektionale Perspektiven in der politischen Bildung, Frankfurt a.M.: Wochenschau-Verlag, 2024, S. 65–85.

(mit Udo Dannemann) Haltung zeigen gegen antidemokratische Positionen und Einstellungen. Das Projekt „Starke Lehrer*innen – starke Schüler*innen (SL* -sS*)“ in Brandenburg, in: Ilka Maria Hameister/Tonio Oeftering/Nikolaj Schulte-Wörmann (Hg.), Angegriffene Demokratie(n). Perspektiven der Politischen Bildung, Frankfurt a.M.: Wochenschau Verlag, 2023, S. 77–91.

Geschichte des Antifaschismus und Antirassismus

„Unsere Kinder“? Diskussionen zum Umgang mit „jungen Faschisten“ in der späten DDR, in: Zeithistorische Forschungen 23 (2027), angenommen und im Erscheinen.

(mit Sarah Binz, Leonie Karwath, Yves Müller) Editorial: Das Schicksal, Sisyphus zu sein. Der Antifaschismus seit 1945, in: Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien 21 (2022), H. 3, S. 7–25.

(mit Sarah Binz, Leonie Karwath, Yves Müller) Editorial: Der ursprüngliche Antifaschismus bis 1945, in: Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien 21 (2022), H. 2, S. 7–16.

Agency and its Limits: African Unionists as Africa’s ‚Vanguard‘ at the FDGB College in Bernau, in: Eric Burton/Anne Dietrich/Immanuel Harisch/Marcia C. Schenck (Hg.), Navigating Socialist Encounters. Moorings and (Dis)Entanglements between Africa and East Germany during the Cold War, Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg, 2021, S. 115–138.

„Ihr gehört auch zur Avantgarde“. Afrikanische Gewerkschafter an der FDGB-Hochschule Fritz Heckert (1961–1963), Masterarbeit, Göttingen 2018.

Weitere Publikationen

(mit Janik Hollnagel, Minas Hilbig) Arbeiter:innenkulturen. Alltag jenseits der Arbeit, in: Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien 24 (2025), H. 3, S. 8–19.

Fachschaftsrat der Philosophischen Fakultät Göttingen (Hg.), Studentenverbindungen gestern und heute. Kritische Perspektiven auf Korporationen in Göttingen und Deutschland, Göttingen 2017 (gemeinsam mit Lena Glöckler redaktionelle Betreuung und AutorInnenschaft mehrerer Beiträge).

(mit Eva Klay, Julia Kopp, Jan C. Oestreich, Jennifer Stümpel und Tobias Trutz) Verdrängt – Verfolgt – Vergessen. Das „Judenhaus“ Weender Landstraße 26 und seine BewohnerInnen (Schriften der Göttinger Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit; 6), Göttingen 2016.

Kontakt

E-Mail: eric.angermann@posteo.de